Die E-Mail vom 24. Juli 2025 ist an das Bezirksamt gerichtet. Der Rentner bittet um Mitteilung, welche Person für die Kürzungen seiner Beträge verantwortlich ist. Eine Frau Pockrand meldete sich.
Sie beantwortet die Frage jedoch nicht, so, als sei sie nicht gestellt worden. Diese Ignoranz stößt dem Rentner unangenehm auf, passt aber zu den bisherigen Erfahrungen, die er mit dem Sozialamt gemacht hat.
Frau Pockrand schlägt einen Gesprächstermin vor.
Schreiben von Frau Pockrand an den Rentner
Gesendet: Donnerstag, 24. Juli 2025 um 13:57
Betreff: Ihre Nachfrage zu Klärung der Verantwortlichkeit / Fachamt Grundsicherung und Soziales
Lieber Herr xxxxxxxxx
zur Klärung Ihres Anliegens bieten wir Ihnen einen Gesprächstermin im SDZ in der Alten Königstraße 29-39 am 7.8.25 um 10 Uhr mit der zuständigen Abteilungsleitung sowie der Fachamtsleitung an.
Melden Sie sich einfach unten bei der Pförtnerin. Wir holen Sie dann dort ab.
Viele Grüße
xxxxxxxxx Pockrand
Bezirksamt Altona
Fachamtsleitung Grundsicherung und Soziales
Alte Königstraße 29-39
Antwort des Rentners an Frau Pockrand
Gesendet: Freitag, 25.Juli 2025 um 8.42
Sehr geehrte Frau Pockrand,
vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung und dafür, dass Sie Ihren Namen unter Ihrer E-Mail angegeben haben.
Ihre offene und zügige Antwort weiß ich sehr zu schätzen – eine solche Reaktion hätte ich mir auch von der
Amtsperson gewünscht, die dieses Dilemma verursacht hat.
Ich bitte Sie um Verständnis dafür, dass ich Ihr Gesprächsangebot nicht annehmen kann.
Zwar signalisiert Ihr Angebot eine grundsätzliche Gesprächsbereitschaft, doch lässt es keine Lösung erwarten.
Sie wollen mir den Namen der verantwortlichen Person nicht mitteilen und erkennen auch keinen Fehler
in der Haltung Ihrer Behörde, die die Beträge für Wasser und Gas seit Monaten nicht auszahlt.
Auch für den Monat August ist offensichtlich keine Leistung für Gas und Wasser vorgesehen – andernfalls hätten
Sie mir wohl einen Termin im Juli angeboten.
Ich gehe davon aus, dass die späte Terminvergabe strategisch motiviert ist.
Eine transparente Kommunikation wäre in dieser Angelegenheit jedoch unerlässlich gewesen,
um verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen – Vertrauen, das durch den Umgang mit mir,
den ich als arrogant und herablassend empfunden habe, stark beschädigt wurde und nun
kaum noch Spielraum für Kompromisse lässt.
Einen Tag vor dem angebotenen Gesprächstermin habe ich ohnehin einen Termin bei der ÖRA.
Unabhängig davon werde ich anwaltliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Neben der ausstehenden
Zahlung stehen noch die Klärung der Schuldfrage aus, die Frage, inwieweit Willkür und Amtsmissbrauch
erfolgt sind und ob Datenschutzrichtlinien verletzt wurden.
Die angekündigten Schritte aus vorangegangenen E-Mail werde ich jetzt ebenfalls einleiten.
Die von Ihrer Behörde am 1. Juli 2025 angeforderten Nachweise zu Wasser- und Heizkosten habe ich noch
am selben Tag bei den Versorgern angefordert; sie liegen mir inzwischen vor. Ich werde sie Ihrer Behörde umgehend
zur Verfügung stellen, sobald die ausstehenden Beträge überwiesen sind.
Da ich aufgrund der Kürzungen meine laufenden Ausgaben derzeit nicht decken kann, werde ich im August keine Zahlungen
an die Versorger leisten. Ich hoffe, dass eine gerichtliche Entscheidung zeitnah eine sofortige Auszahlung der
einbehaltenen Beträge anordnet, da ich mir in dieser Angelegenheit nichts zu Schulden kommen lassen habe.
Einen freundlichen Gruß