Erfahrungen mit dem Sozialamt Altona 
Die hier geschilderten Vorgänge basieren auf vorliegende Dokumente und auf der Darstellung des Betroffenen und stellen somit eine persönliche Bewertung dar. ← Zurück zur Übersicht


von  Hans S., 30.05.2026

Sozialamt Altona: Pure Willkür und Schikane?

Nach meinem Dafürhalten erfahre ich durch die Mitarbeiterinnen im Sozialamt Altona Willkür, Schikane und Diskriminierung. Ich bin keineswegs damit einverstanden, wie die dortigen Sachbearbeiterinnen mit mir als 75-jährigem Rentner umgehen, der Grundsicherung im Alter erhält. So, wie man mir dort begegnet, geht man vermutlich mit vielen älteren Leistungsbeziehern um. Doch auch arme Menschen haben Anspruch auf Höflichkeit, Respekt und Anstand. Sie sollten am Ende ihres Lebens keinesfalls Diskriminierung erfahren. An zwei Beispielen möchte ich aufzeigen, wie sich Willkür, Schikane und Diskriminierung in der Praxis äußern:

Sozialamt Altona- Willkür und Schikane
  1. Grundlose Aufforderung zur Vorlage von Gewerbeunterlagen

Am 05.12.2025 erhielt ich ein Schreiben der Sachbearbeiterin Frau Seifert. Sie forderte mich unter Fristsetzung auf, eine Gewerbeanmeldung sowie eine betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) für das Jahr 2025 einzureichen. Diese Aufforderung entbehrt jeglicher Grundlage. Ich bin 75 Jahre alt, Rentner und habe zu keiner Zeit Anlass zu der Annahme gegeben, ich würde ein Gewerbe betreiben. Zudem verletzt mich diese unberechtigte Forderung: Sie stellt mich unter den Generalverdacht, in krimineller Absicht Sozialleistungen zu erschleichen und heimlich ein Gewerbe zu betreiben. Auskunftsersuchen „ins Blaue hinein“ sind im Verwaltungsrecht unzulässig. Das weiß vermutlich auch die Sachbearbeiterin. Dennoch handelt sie so. Man nennt dies Vorsatz – und wo vorsätzlich gehandelt wird, sind Willkür und Schikane im Spiel. Zudem verstößt dieses Verhalten in erschreckendem Maße gegen das behördliche Neutralitäts- und Mäßigungsgebot, das Bürger vor staatlichen Übergriffen schützen soll.

  1. Verletzung des Datenschutzes und erneute Schikane

Damit nicht genug: In einem weiteren Auskunftsersuchen vom 08.05.2026 verlangte Frau Seifert von mir Auskunft über meinen Aufenthaltsort während mehrerer Wochen im Jahr 2025. Diese Information entnahm sie rechtswidrig einem privaten Schreiben, das ich an meinen Energieversorger (E.ON) gerichtet hatte. Ich hatte dieses Schreiben bezüglich meines Gasverbrauchs verfasst und Frau Seifert ausschließlich nachrichtlich (per CC) zur Kenntnisnahme übersandt, da sie zuvor den hohen Gasverbrauch thematisiert hatte. Die Zweckentfremdung dieser Daten zur Verhaltensüberwachung verstößt massiv gegen den datenschutzrechtlichen Grundsatz der Zweckbindung.

Besonders deutlich wird die Schikane dadurch, dass die Frage nach meinem Aufenthaltsort im Jahr 2025 längst beantwortet war. Mit meinen E-Mails vom 12.02., 20.02. und 12.03.2025 hatte ich der Behörde meinen Aufenthalt sowie die Verlängerung einer medizinischen Rehabilitation bereits ordnungsgemäß mitgeteilt. Die Unsachlichkeit, mit der Frau Seifert mir seit Monaten begegnet, zeigt sich auch darin, dass sie an einer seriösen Sachverhaltsaufklärung gar nicht interessiert war: Ihre Frage nach dem konkreten Ort („Wo?“) ist für den Leistungsbezug zunächst unerheblich. In erster Linie hätte sie sich nach der Dauer („Wie lange?“) erkundigen müssen, da diese entscheidend für die Erreichbarkeit im Sinne der Leistungsgewährung ist. Frau Seifert stellte diese entscheidende Frage vermutlich nur deshalb nicht, weil ihr die Antwort durch meine vorherigen E-Mails bereits vorlag. Somit entbehrt auch diese Anfrage jeder Grundlage.

Fazit

Das Vorgehen der Sachbearbeiterin ist meines Erachtens von Willkür, Schikane und Diskriminierung geprägt. Ich habe daher eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Frau Seifert sowie eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen das Fachamt Grundsicherung und Soziales (Sozialamt Altona) eingereicht, das von Frau Pockrand geleitet wird.
Zusätzlich habe ich diesen Fall der Hamburgischen Bürgerschaft vorgetragen, damit ein derartiger Umgang mit älteren Mitbürgern künftig unterbleibt. 

Einen detaillierten Verlauf mit der Gewerbeanmeldung lesen Sie hier → 

Es geht weiter mit dem schikanösem Umgang

Ich soll plötzlich 50 Euro im Monat behalten dürfen??

Seit Monaten zieht das Sozialamt Altona den Geldbetrag, den ich durch das Sammeln von Pfandflaschen erhalte, von meiner Grundsicherung ab. Es beruft sich auf das Gesetz, hält das Vorgehen für richtig und ist nicht bemüht, eine für mich günstige Auslegung zu finden, damit ich das Geld behalten kann. 

Ich habe mich mehrfach beschwert. 

Plötzlich scheint das Gesetz, auf das sich die Behördenleitung seit Monaten bezog, nicht mehr gültig zu sein. Es gibt eine neue Regelung, die mir lediglich in einem Einzeiler mitgeteilt wurde: Ich darf 50 Euro im Monat behalten. Keine Begründung, keinen Hinweis auf eine Gesetzesvorlage. Als sei ich ein Nichts.

Weshalb ich auch in diesem Fall Diskriminierung, Willkür und Schikane vermute, lesen Sie → hier.