Die hier geschilderten Vorgänge basieren auf vorliegende Dokumente und auf der Darstellung des Betroffenen und stellen somit eine persönliche Bewertung dar.
Es bloggen: Christian Stoll – Jan Petermann – Jutta König – Gerd Müller – Hans S.
Erfahrungen des Rentners Hans S. mit dem Sozialamt-Altona
Wir berichten, wie das Sozialamt Altona mit älteren, finanziell abhängigen Menschen umgeht, die Grundsicherung im Alter erhalten.
Grundlage sind die dokumentierten Vorkommnisse des 75-jährigen Rentners Hans S.
Mein Name ist Hans S., ich bin 75 Jahre alt und beziehe seit 2023 monatlich „Grundsicherung im Alter“ in Höhe von 536 Euro.
Nachdem das Sozialamt im Jahr 2025 meine Bezüge ohne vorherige Information oder Aufzeigen von Möglichkeiten zur Vermeidung der Kürzungen gekürzt hatte, habe ich mich über diese Vorgehensweise beschwert.
Seitdem erfahre ich nach meiner persönlichen Wahrnehmung Willkür, Schikane und Diskriminierung. Gesetze und Verwaltungsvorschriften werden zum Teil ignoriert. Berufsethik, Empathie und Fürsorge (Auskunft, Beratung) – auf die besonders ältere Menschen angewiesen sind – habe ich persönlich nicht erlebt.
Es ist daher nicht auszuschließen, dass auch mit anderen älteren Leistungsempfänger*innen ähnlich umgegangen wird. Viele von ihnen sind mit dem Beschwerdeverfahren gegen Behördenmitarbeitende nicht vertraut Sie sind durch ihre Abhängigkeit schambehaftet und trauen sich aus Angst vor Benachteiligungen nicht, aufzubegehren. Sie fühlen sich der zuständigen Person, die ihre Anliegen bearbeitet, auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Ein solcher Umgang ist in einem Sozialstaat inakzeptabel.
Ich mache meine Geschichte öffentlich, um diesen Missstand aufzuzeigen – in der Hoffnung, dass Medien, Gerichte und die Hamburgische Bürgerschaft Änderungen im Umgang mit leistungsabhängigen Menschen erwirken.
Wohlgemerkt betreffen meine Erfahrungen nur das Sozialamt (Fachamt Grundsicherung und Soziales) im Stadtteil Hamburg-Altona.
Was ist das nur für eine Behörde?
Der Rentner Hans S. schreibt hier über seine Erfahrungen mit dem Sozialamt Altona, die alles andere sind als erfreulich. Er empfindet den Umgang vielmehr als bürgerfern, unhöflich, respektlos, nicht fürsorglich und nicht empathisch und kann das auch belegen. → hier lesen
Aber auch das Bezirksamt Altona und sogar die Sozialbehörde Hamburg handeln nicht bürgerfreundlich.
Weder Anstand, Höflichkeit noch Respekt scheinen in ausreichendem Maße vorhanden zu sein. Dies sei – so seine persönliche Meinung – jedoch die Grundvoraussetzung für ein bürgerzugewandtes Auftreten. → hier lesen
Sozialamt Altona: Es gehört eine Menge negativer Energie dazu, einem alten Rentner, der am Rande des Existenzminimums lebt, sein Geld wegzunehmen, das er sich mühsam in nächtlichen Streifzügen zusammengesammelt hat.
Pfandflaschensammeln
Ein Armutszeugnis für das Sozialamt Altona.
Ein Rentner muss das Sozialgericht anrufen, um klären zu lassen, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist – dass man informiert, bevor man Beträge kürzt.
Das Weglassen von Tatsachen in behördlichen Schreiben wird auch als „aktenwidrige Verkürzung“ bezeichnet.
Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie erhalten die Personalakte eines Mitarbeiters zur Bewertung. Darin steht, dass er wiederholt bei Rot über die Ampel gefahren ist.
Der Grund dafür wird in der Akte verschwiegen: Er ist zweimal einem Einsatzwagen der Polizei ausgewichen. → weiterlesen
Versuch der Schuldumkehr im Amt?
Behördenmitarbeiter*innen sind dazu verpflichtet, wahrheitsgemäß, sachlich und unparteiisch zu handeln. Bereits der Versuch einer Schuldumkehr ist ihnen ausdrücklich untersagt.
Unterstützung durch die GFF
Die Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. (GFF) ist auf den Fall von Hans S. aufmerksam geworden und steht ihm nun juristisch zur Seite. Für den Rentner bedeutet das mehr als nur rechtlichen Beistand:
Es ist ein Zeichen, dass ich nicht allein bin. Dass jemand hinsieht. Dass Gerechtigkeit möglich bleibt – auch für Menschen ohne Geld und ohne Lobby. – Hans S.
Die GFF kämpft seit 2015 für Grund- und Menschenrechte. Mit Mut, Ausdauer und strategischen Gerichtsverfahren stellt sie sich Staat und Unternehmen entgegen, wenn diese gegen das Gesetz verstoßen. Der Verein finanziert sich <strong>ausschließlich durch Fördermitglieder und Spenden – ohne staatliche Gelder, für parteipolitische Unabhängigkeit.
Hinweis für Betroffene: Die GFF prüft strategisch bedeutsame Fälle. Bei Interesse an Unterstützung wenden Sie sich direkt an die
→ https://freiheitsrechte.org/kontakt
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Sozialamt Altona
Fachamt Grundsicherung und Soziales
Soziales Dienstleistungszentrum Altona
Alte Königstraße 29-39
22767 Hamburg
Öffnungszeiten:
Mo 8-12, Di 8-12, Do 8-16, Fr 8-12 Uhr