INVESTIGATIVE CHRONIK

DAVID vs. GOLIATH

         Es bloggen – Christian Stoll – Jan Petermann – Jutta König – Gerd Müller – Hans S.

Sozialamt Altona: Erfahrungen eines Rentners

Von Christian Stoll  ·  Zuletzt aktualisiert:

Ein 75-jähriger Bezieher von Grundsicherung im Alter berichtet uns von Kürzungen, Abzügen, unbeantworteten E-Mails und widersinnigen Auflagen, die Teil einer offensichtlich feindseligen Zermürbungstaktik der Hamburger Behörden seien.

CHRISTIAN STOLL  – ANMERKUNG

Zum Leidwesen anständiger Behördenmitarbeitender schaden einige wenige unanständige dem Ansehen aller. 

Uns erschreckt, mit welcher Selbstverständlichkeit in den Behörden, mit denen es der Rentner zu tun hat, Vorschriften und Gesetze außer Acht gelassen werden, selbst nach Hinweisen. Offenbar fühlen sich manche Mitarbeitende hinter den Mauern ihrer Amtsstuben sicher vor juristischen oder beruflichen Konsequenzen: Teilweise geben sie sich nicht einmal zu erkennen und bleiben anonym. Bei uns drängt sich der Eindruck von Überheblichkeit und Herrschsucht auf, verbunden mit der Unfähigkeit oder Abneigung, eigene Fehler einzugestehen. Beängstigend wirkt auf uns das Fehlen jeglicher Empathie gegenüber einem alten Menschen.

Das Fachamt Grundsicherung und Soziales in Hamburg Altona.

KURZFASSUNG

Wer               Hans S., 75, Rentner mit Grundsicherung im Alter.

Gegen wen  Sozialamt Altona (Fachamt Grundsicherung und Soziales).

Vorwurf       Vertuschung schwerer Verwaltungsfehler, Willkür, Machtmissbrauch.

                     Grobe Verstöße gegen die Aufklärungs-, Beratungs- und Auskunftspflicht.         

Stand           Abzüge aus Pfandflaschensammeln waren nicht rechtmäßig.                

                     Rechtsbehelfsbelehrungen in Leistungsbescheiden waren rechtswidrig.        

                     Diverse Fachaufsichtsbeschwerden sind noch anhängig.    

                     Gerichtsverfahren werden eingeleitet.

FÜR REDAKTIONEN

Gerne Kontakt aufnehmen unter: blog-redaktion@christianstoll.net

Aktuell  ·  Stand: 25.10.2026

XX.10.2026   EINGEREICHT

Fachaufsichtsbeschwerde gegen [Sachverhalt] beim Bezirksamt Altona. Zum Beitrag →

XX.XX.2026   ANHÄNGIG

Klage beim Sozialgericht Hamburg zum Aktenzeichen [Az.].

Zuständigkeitskette:  Sozialamt Altona  → Bezirksamt Altona  → Sozialbehörde  →  Hamburgische Bürgerschaft  → Sozialgericht

Leitgedanke dieser Chronik

Wo die Würde des Menschen nicht an oberster Stelle steht, verkommt das Gesetz.

Verlauf in Kapiteln

01

Es ist unverhältnismäßig und zugleich unmenschlich, einem 75-jährigen Rentner, der am Rande des Existenzminimums lebt, ohne Vorwarnung, ohne Mitteilung, einfach so, die „Grundsicherung im Alter“ über Monate hinweg zu kürzen.

Die Beschwerde hat die Fachamtsleiterin des Sozialamts Altona dem Rentner offensichtlich sehr übel genommen.
Der Beginn zahlreicher Repressalien.

Ab Februar 2025 war dem Rentner monatelang die Grundsicherungsbeträge gekürzt worden, ohne dass man ihn über die Kürzungen informiert hatte, ohne ihm mitzuteilen, weshalb sie erfolgten, und ohne ihm vorab die Möglichkeit zu geben, sie zu vermeiden, so wie es das Gesetz vorsieht. Diesen schweren Verwaltungsfehler suchte die Behörde zu vertuschen, indem sie dem Rentner vorwarf, seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen zu sein. Ein Versuch der Schuldumkehr. Der Rentner reichte eine Beschwerde ein. Damit begannen die Repressalien. 
Zwischen Sozialamt und Bürgerschaft: Ein Rentner sucht sein Recht →
Wie Mitarbeiterinnen mit dem Rentner umgehen →

02

Für den Rentner Hans S. steht fest: Die Leiterin des Altonaer Sozialamts handelte aus reiner Willkür, als sie Monat für Monat die Kleinstbeträge von seiner Grundsicherung abzog, die er sich mühsam durch nächtliche Streifzüge erwirtschaftet hatte.
Warum Hans S. den Abzug für Willkür hält → 

Hans S. und das Sozialamt Altona: Pfandgeld wird nicht mehr angerechnet

03

Seit 2025 zog die Fachamtsleiterin dem Rentner die Beträge  ab. Hinweise, wie seine Einnahmen anrechnungsfrei behandelt werden können, ignorierte sie. Auch ein Verweis auf einen entsprechenden Paragrafen sowie ein Hinweis des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Berlin, blieben unbeachtet. Alle zeigten Möglichkeiten einer Anrechnungsbefreiung  auf. Für den Rentner war es offensichtlich, dass die Fachamtsleiterin alles daran setzte, ihm die Einnahmen nicht zu belassen. 
Erst als das BMAS im April 2026 erneut zu dieser Frage Stellung bezog, lenkte die Behördenleitung ein und gab ihre bisherige Praxis auf. Dem Rentner wurde diese Änderung allerdings erst Mitte September 2026 mitgeteilt.
Die ganze Entwicklung bis September 2026 → 

04

Im März 2026 reichte der Rentner Widerspruch gegen mehrere Leistungsbescheide ein und forderte die Erstattung der einbehaltenen Beträge, die er durch das Pfandflaschensammeln erzielt hatte. Grund waren falsche Rechtsbehelfsbelehrungen.
Das Rechtsamt gab dem Widerspruch statt. Die Abzüge wurden dem Rentner zurückerstattet. Informiert wurde er jedoch erst Mitte September 2026 durch das Sozialamt Altona. Die rechtswidrigen Rechtsbehelfsbelehrungen wurden jedoch nicht geändert.
Widerspruch und Entscheidung des Rechtsamts →

05

Ein grober Verstoß elementarer Rechtsprinzipien.
Dem 75-jährigen Bezieher von Grundsicherung im Alter wurde durch das Sozialamt Altona abverlangt, eine betriebswirtschaftliche Auswertung sowie eine Gewerbeanmeldung beizubringen und darüber Auskunft zu erteilen, wo er sich 2025 über mehrere Wochen aufgehalten habe.
Der Fall im Detail → 

06

So manipuliert das Sozialamt Altona die Wahrheit.
Halbe Wahrheiten, ganze Diskreditierung. Durch unvollständige Akten wird der Rentner vor Gerichten und Behörden systematisch als unkooperativ dargestellt – offenbar nur, um vom eigenen Versagen abzulenken. Ein Lehrstück über behördliche Willkür, die sogar von der Dezernatsleiterin gutgeheißen wird. 
Bericht über unvollständige Akten →

07

Mein ganz persönlicher Erfahrungsbericht über den Kampf mit einem System, das mich als Betroffenen  herabwürdigt und fundamentale Prinzipien des Verwaltungs- und Sozialrechts ignoriert.
Nachdem mein Vermögen aufgebraucht war, beantragte ich 2023 Grundsicherung im Alter … 
Persönlicher Bericht von Hans S. →