Sozialamt Altona: Frau Pockrand
von Christian Stoll, 10.11.2025
Es sind keine guten Erfahrungen, die der Rentner Hans S. im Umgang mit ihr gemacht hat. Aber lesen Sie selbst:
Frau Pockrand leitet das Fachamt Grundsicherung und Soziales in Altona – im Volksmund: das Sozialamt.
Gemeinsam mit ihren Kolleginnen, Frau Seifert und Frau Schwien, verwaltet sie die Bedürftigkeit anderer. Auch die des Rentners Hans S.
Nach seiner Auffassung macht sie das nicht gut. Im Gegenteil: Sie und ihre Kolleginnen, unterstützt durch die Dezernatsleiterin Frau Scherwath, erschweren ihm systematisch das Leben – und vermutlich auch andere Menschen in ähnlicher Lage, die vom Sozialamt Altona ‘betreut’ werden.
Offenbar mögen die Mitarbeiterinnen es nicht, wenn sich ein Empfänger von Grundsicherung gegen eine Schuldzuweisung wehrt.
An Recht und Gesetz halten
In Hamburg wie überall in Deutschland sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialämter an Recht und Gesetz gebunden. Ihr Handeln sollte fair, respektvoll, rechtsstaatlich und transparent sein. Davon spürt Hans S. nichts.
Er beschreibt den Umgang als kühl, herablassend, feindselig und ohne Empathie; weit entfernt von Berufsethik.
E-Mails bleiben unbeantwortet oder werden ausweichend beantwortet. Das führt zu wiederholten Rückfragen, die Zeit und Kraft kosten. Eine echte Beratung findet kaum statt. Auch hier muss der Rentner ständig nachhaken.
Begründungen behördlichen Maßnahmen fehlen, sind unverständlich oder widersprüchlich – auch das zwingt zu Nachfragen.
Beschwerden laufen ins Leere, solange eine Kollegin die Beschwerde bearbeitet
Hans S. schreibt Beschwerden: erst eine Dienstaufsichts-, dann eine Fachaufsichtsbeschwerde. Nichts davon zeigt Wirkung. Papier, das auf Mauern prallt, denn die Beschwerden werden von Kolleginnen derjenigen geprüft, gegen die sich die Beschwerden richten. Das Ergebnis ist immer gleich: kein Fehlverhalten.
Der Rentner legt dagegen eine weitere Beschwerde ein. Auch diese wird von einer Kollegin der Kollegin überprüft, gegen die sich die Beschwerde richtet. Und wieder wird kein Fehlverhalten festgestellt. Ein Kreislauf, der nur durch einen Gerichtsbeschluss unterbrochen werden kann.
Ein Beispiel: Hans S. wendet sich an die Sozialamtsleiterin Frau Pockrand. Er rügt, dass ihre Behördenbriefe regelmäßig von einer anderen Person unterschrieben werden als von der, die im Briefkopf als zuständig genannt ist.
Für ihn bedeutet das fehlende Transparenz. Er kann nicht feststellen, wer verantwortlich ist – und damit auch nicht, gegen wen er sich beschweren soll.
Frau Pockrand widerspricht. Gerade zwei Namen, so schreibt sie, gewährleisten Transparenz.
„Jetzt macht sie sich auch noch über mich lustig“, resümierte der Rentner und legte erneut Beschwerde ein.
Zermürbung als Taktik?
Weil nahezu kein Verwaltungsakt korrekt bearbeitet wird, muss der Rentner ständig reagieren – langwierig, belastend, zermürbend. Oder er gibt auf.
Er hät es für möglich, dass genau dies das Ziel ist: so viele Nachfragen zu provozieren, bis der Betroffene ermüdet. Zermürbung als Methode.
Es braucht eine bestimmte Härte, um mit einem alten Mann so umzugehen, der nichts weiter verlangt als eine ordnungsgemäße Bearbeitung seiner Angelegenheiten.
Ein bisschen mehr geht aber noch.
Versuch der Schuldumkehr?
Seine Grundsicherung wurde gekürzt – 27 Euro hier, 84 Euro dort. Begründung: fehlende Unterlagen, Abrechnungen für Gas und Wasser.
Doch niemand hatte ihn darauf hingewiesen, dass er sie vorlegen müsse.
Das Gesetz ist eindeutig.
§ 60 Absatz 1 SGB I verpflichtet Leistungsberechtigte, Unterlagen beizubringen.
§ 24 SGB X verpflichtet die Behörde, sie dazu aufzufordern, bevor sie kürzt.
Erst wenn eine Aufforderung unbeachtet bleibt, darf „ohne weitere Ermittlungen“ entschieden werden.
Zwei Sätze, die jedes Schulkind versteht.
Man informiert, bevor man kürzt.
Man hilft, bevor man straft.
Im Sozialamt Altona, unter Leitung von Frau Pockrand, wird dieses, für alle Leistungsberechtigten so wichtige Gesetz ignoriert, im Schriftwechsel noch nicht einmal erwähnt.
Im Gegenteil: Sie, gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen, stellt es mehrfach so dar, als habe der Rentner seine Mitwirkungspflicht verletzt, als habe er Schuld daran, dass die Kürzungen vorgenommen werden mussten. Für den Rentner ein klarer Fall, die Schuld auf ihn abzuwälzen. Schuldumkehr ist strafbar.
Spezialbehandlung
Auch sonst hält sich die Leiterin des Sozialamtes nach Meinung des Rentners des Öfteren nicht an gesetzliche Vorgaben.
E-Mails mit wichtigen Fragen beantwortet sie nicht – oder nur ausweichend.
In ihren Schreiben fehlen gesetzlich vorgeschriebene Rechtsbehelfsbelehrungen.
Und sie geht noch weiter.
Sie versucht, den Rentner gegenüber anderen Dienststellen und dem Sozialgericht in ein schlechtes Licht zu rücken. Sie verweist auf ihre Gesprächsangebote, die der Rentner abgelehnt habe.
Was sie nicht erwähnt: dass er ein Treffen für sinnlos hält, solange sie seine Fragen unbeantwortet lässt und fortgesetzt versucht, die Verantwortung auf ihn abzuwälzen.
Außerdem könnte er sich keinen Anwalt leisten, der an einem solchen Gespräch teilnehmen müsste.
Zu guter Letzt wäre Frau Pockrand berechtigt, einen Gesprächstermin anzuordnen, dem der Rentner Folge leisten müsste. Das tut sie aber nicht, weil diese Anordnung nur erlassen werden darf, wenn bei diesem Gespräch eine Klärung zu erwarten ist.
All das verschweigt sie. Für Hans S. ist das Beweis genug, dass die Leiterin des Sozialamts versucht, ihn als den Schuldigen und sich selbst als die Vernünftige darzustellen.
Hier, das → Gesprächsangebot an den Rentner und seine Antwort →
Pflichten im Umgang mit Hilfesuchenden
Behördenmitarbeitende müssen sachlich, unparteiisch und wahrheitsgemäß handeln.
Ein feindseliger Umgang mit Hilfesuchenden ist unzulässig.
Wo Feindseligkeit beginnt, ist Willkür nicht weit. Und Machtmissbrauch kann schnell zur Gewohnheit werden, wenn Kontrolle fehlt und die Öffentlichkeit ausgeschlossen bleibt.
Es geht um Empathie, um Anstand, um Respekt.
Um Berufsethik.
All das, sagt Hans S., lässt das Sozialamt Altona unter der Leitung von Frau Pockrand vermissen.
Und die Vorstellung, dass auch andere Menschen, die sich nicht wehren können, in gleicher Weise behandelt werden, macht ihn fassungslos.
Weiteres in Sachen Pockrand:
Schreiben von Frau Pockrand nicht gesetzeskonform? →
Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Frau Pockrand →
Was ist der Grund dafür, dass Frau Pockrand ihren Brief erst Tage später zum Versand freigibt? →
Dokumentierte Verzögerung: Was steckt hinter dem verspäteten Brief von Frau Pockrand? →